Features im Radio

Features

Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Der Ochse Symbol der Güte und Beständigkeit Der Esel Die Entdeckung der Langsamkeit Das Kalenderblatt 4.12.1993 Frank Zappa stirbt Von Markus Mähner Der Ochse - Symbol der Güte und Beständigkeit Autorin: Susi Weichselbaumer / Regie: Martin Trauner Wild, ungestüm, fruchtbar wie ein Stier - das ist der Ochse nicht. Dafür hat er andere Qualitäten. Kastriert sind Ochsen friedfertig. Genügsam ziehen sie Pflug und Wagen über weite Strecken. Kräftig, aber nicht schnell. Kleinbauern in vielen Ländern der Erde setzen nach wie vor auf Ochsen, weil Maschinen und Traktoren schlichtweg zu teuer sind. In der Agrarwirtschaft der Industrieländer spielt der Ochse kaum mehr eine Rolle, lediglich als Fleischlieferant für das "Spezialitätenregal". Dennoch ist der Ochse präsent: Weihnachten steht er neben dem Kollegen Esel jedes Jahr in der Krippe. Im Frühling lässt er sich regelmäßig zum Pfingstochsen ausstaffieren. Sommer für Sommer tritt er bei diversen Ochsenrennen an. Und dann ist auch schon wieder Weihnachten... Als Symbol der Güte, Beständigkeit, Treue, Opferbereitschaft hatte und hat der Ochse einen festen Platz in Religion und Mythologie. Der Esel - Die Entdeckung der Langsamkeit Autorin: Christiane Seiler / Regie: Eva Demmelhuber Das Grautier ist eine besonders schillernde Kreatur. Einerseits haftet ihm der Ruf an, störrisch, dumm und faul zu sein, andererseits verlassen sich Menschen seit Jahrtausenden auf seine Zuverlässigkeit und Stärke. Esel wurden früher domestiziert als Pferde und waren zu allen Zeiten vor allem als Träger schwerer Lasten in Gebrauch. Trittsicher und unbeirrbar überqueren Hausesel sogar heute noch Gebirge und Wüsten. Hierzulande sieht man sie gelegentlich mit Schafen auf einer Weide stehen, als Beschützer der Herde. Und auch Maultiere, eine Kreuzung aus Pferd und Esel, werden immer noch gezüchtet. Was aber hat eigentlich der Esel an der Krippe des Jesuskindes zu suchen? Und warum wählen gestresste Großstadtmenschen Esel als Wanderbegleiter? Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Bernhard Kastner

Freitag 15:05 Uhr SWR2

SWR2 Leben

Die Krise - Radiogeschichten des DokKa-Wettbewerbs Verschiedene Autorinnen und Autoren Im Rahmen des DokKa-Festivals für Dokumentarfilm und Radiofeature in Karlsruhe fand zum fünften Mal der Wettbewerb für maximal fünfminütige Kurzdokus statt. "Die Krise" war das diesjährige Thema. Gesucht waren Stücke, die mit radiophonen Mitteln von Krisen erzählen - von der aktuellen Corona-Pandemie, aber auch von anderen Klippen im Leben. Die drei erstplatzierten Kurzdokus stellen wir in SWR2 Leben vor.

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

"Glück, das mir verblieb" Erich Wolfgang Korngolds "tote Stadt" lebt Von Frank Halbach Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Es war die Zeit der Avantgarde, in der sich Komponisten wie Arnold Schönberg, Anton Webern oder Alban Berg für die Atonalität und später die Zwölftontechnik stark machten. Ein dreiundzwanzigjähriges Wunderkind jedoch setzte damals auf Spätromantik, Wagnersche Leitmotiv-Technik, raffinierte Instrumentierung und verschmähte auch die Einflüsse des Verismo à la Puccini nicht: Erich Wolfgang Korngold. Heraus kam eine der erfolgreichsten Opern der 1920er Jahre: "Die tote Stadt", frei nach dem Roman "Das tote Brügge" von Georges Rodenbach. Doch Korngolds Ruhm als Opernkomponist drohte - völlig ungerechtfertigt - bald zu verblassen. Seine jüdische Herkunft zwang ihn, in die USA zu fliehen, wo er bahnbrechende Filmmusik komponierte, u.a. zu "Robin Hood" und "Captain Blood" mit Errol Flynn. Ende der 1960er wurde die "Die tote Stadt" endlich wiederentdeckt: Ihre Musik bedachte man mit vielen Attributen: "verführerisch", "morbide", "psychologisch", "unzerstörbar, mächtig, lustvoll". "Die tote Stadt lebt"! Am 4. Dezember 2020 feiert sie ihren 100. Geburtstag.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Und weil der Mensch ein Mensch ist Ernst und Ernst Ulrich Busch Von Alexa Hennings Regie: Claudia Kattanek Produktion: Deutschlandfunk 2020 Wie denn das sein könne, als Sohn von Ernst Busch, dieses roten Sängers, zum Kapitalisten und Immobilienbaron zu werden? Ernst Ulrich Busch hat diese Journalistenfrage immer gehasst. Dann hat er begonnen, wirklich darüber nachzudenken. Eine Vater-Sohn-Geschichte. Der Sänger und Kommunist Ernst Busch war als UFA-und Bühnenstar erfolgreich, er sang Lieder über den Spanischen Bürgerkrieg, als Unternehmer jedoch scheiterte er grandios. Seine Schallplattenfirma passte weder in die Zeit noch in die DDR. Dem neuen Deutschland galt er als Querulant. Ulrich Busch, sein Sohn, muss alle Rechte am Erbe des Vaters abtreten, als er in den 1980er-Jahren die DDR verlässt. Er fühlt sich entwurzelt. 25 Jahre später kauft er zwei laufende Kilometer Ruine in Prora: Das von den Nazis geplante "Seebad der 20.000", 1936 begonnen, nie vollendet, zu DDR-Zeiten vom Militär genutzt. Busch junior ist besessen von einer Idee: Was wäre, wenn er einem der pompösesten und militantesten Bauwerke der Nazis, die seinen Vater ebenso hassten wie er sie, wenn er diesem gebauten Wahnsinn einen Sinn geben könnte? Und weil der Mensch ein Mensch ist

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